WAZ: WestLB-Ära beschäftigt erneut den Landtag
(ots) - Die Folgen der WestLB-Ära sollen erneut Thema im
nordrhein-westfälischen Landtag werden. Hintergrund ist, dass mit dem
Ende der Landesbank bis 2016 auch das Geschäft mit Immobilienfonds
abgewickelt werden soll - offenbar auf Kosten von Anlegern, die sich
über den Tisch gezogen fühlen. "Wir nehmen die gravierenden
Anleger-Vorwürfe zum Anlass, dass der Finanzminister die
erläuterungsbedürftige Geschäftspolitik von Portigon und West Fonds
zeitnah und umfassend aufklärt", sagte FDP-Fraktionsvize Ralf Witzel
den Zeitungen der WAZ-Gruppe (Dienstagausgabe) mit Blick auf
NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD). Die FDP wolle die
Vorgänge am Donnerstag (18. April) im zuständigen Landtagsausschuss
thematisieren. "Wir erwarten von den Abwicklern der WestLB, dass sie
auch die Interessen der privaten Anleger berücksichtigen. Hier findet
offenbar eine unnötige Kapitalvernichtung statt", sagte Witzel.
Anleger in den 25 Immobilienfonds, die von Nachfolgeorganisationen
der ehemaligen Landesbank verwaltet werden und rund eine Milliarde
Euro wert sind, sehen sich benachteiligt. Sie werfen den
WestLB-Abwicklern vor, Anlegervermögen in einer zweistelligen
Millionengrößenordnung zu veruntreuen. Mit der Zerschlagung der
WestLB hat die Portigon AG seit Juli 2012 auch die Rechtsnachfolge
als Treuhand für die Immobilienfonds angetreten. Die Fonds-Verwaltung
übernimmt weiterhin die West Fonds, die nur zu einem kleinen Teil der
Portigon AG gehört. Knapp 95 Prozent daran hält die Erste
Abwicklungsanstalt EAA. West Fonds-Geschäftsführer Achim Quambusch
wies die Vorwürfe gegenüber der WAZ zurück.
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Datum: 16.04.2013 - 05:00 Uhr
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