rbb stellt Maßnahmen für geplante Sanierung vor / Grundlegender Umbau soll finanzielle Konsolidierung, weitere Digitalisierung und die Entwicklung der regionalen Programme sichern.

(ots) - Heute (4.4.) hat der rbb seiner Belegschaft rund 150 Vorschläge für Maßnahmen vorgestellt, durch die er die Absenkung seiner Aufwände um 22 Millionen Euro und damit eine Reduktion des Personal- und Honoraraufwands um rund 254 Stellen erreichen will - darunter die Verschlankung von Strukturen, die Verringerung von Aufwänden in Produktion und Verwaltung, der Abbau von Führungsebenen, die Zusammenlegung von Organisationseinheiten, die Optimierung von Prozessen sowie Veränderungen des Programmangebotes. Erstmals seit der Gründungszeit des rbb wird damit der Personalaufwand bei angestellten wie freien Mitarbeitenden in einem solchenUmfang reduziert. Die Vorschläge folgen den strategischen Leitplanken des Prozesses"Zielbild 2028", den der rbb bereits im September 2023 initiiert hatte.
Intendantin Ulrike Demmer:"Ein nachhaltiger Umbau des rbb ist unausweichlich, und er ist schmerzhaft. Wir werden aber so programmschonend wie möglich sparen und sicherstellen, dass der Sender weiterhin in Innovation und Programmentwicklung investieren kann."
Änderungen am Programm sind jedoch nicht vollständig vermeidbar. Der rbb beabsichtigt, starke Marken zu stärken: Das erfolgreiche Fernsehformat DER TAG soll auf den Samstag ausgeweitet werden, damit das HEIMATJOURNAL inhaltlich übernehmen und zu gleichen Teilen aus Brandenburg und Berlinsenden. Bei den Angeboten für das jüngste Publikum konzentriert sich der rbb auf die Marke"Unser Sandmännchen"und will die Produktion des Podcasts"Ohrenbär"einstellen. Zu den geplanten Maßnahmen gehört zudem die Zusammenführung der Nachrichtenredaktionen aller Radioprogramme. Der rbbtext soll neueren, zukunftsweisenden Text-Technologien weichen. Die Regionalstudios und -büros des Senders bleiben weitgehend unberührt.
Zu den beabsichtigten Maßnahmen haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jetzt die Gelegenheit zur Partizipation. Ein breit angelegter Prozess startet bereits nächste Woche: Zu den präsentierten Maßnahmen können die Mitarbeitenden des rbb schriftlich Stellung beziehen und alternative Maßnahmen zur Konsolidierung vorschlagen. Die Rückmeldungen der rbb-Belegschaft werden dann in gemeinsamen Workhops reflektiert. Daran schließen sich ab Ende Mai weitere Gespräche mit den Mitarbeitendenvertretungen und den Gewerkschaften an.
Der rbb verfolgt das Ziel, möglichst schnell zu Entscheidungen über die jetzt vorgeschlagenen Maßnahmen zu kommen, um die Phase der Unsicherheit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kurz zu halten.
Um bei dem geplanten Abbau von 254 Stellen in fester wie freier Mitarbeit betriebsbedingte Kündigungen und Beendigungen möglichst zu vermeiden, plant der rbb zudem Programme zu Vorruheständen oder der einvernehmlichen Aufhebung von Arbeitsverhältnissen.
Die Notwendigkeit der Einsparungen in den Personal- und Honorarkosten um 22 Millionen Euro hatte der rbb Ende Januar angekündigt. Neun Millionen Euro wird der Sender sparen, um seine Zahlungsfähigkeit im kommenden Jahr zu sichern. Weitere 13 Millionen Euro benötigt der rbb, um die digitale Transformation des Senders fortzuführen und in das Programm investieren zu können. Um das Sparziel zu erreichen, sollen im Laufe dieses Jahres 254 Stellen abgebaut werden.
Pressekontakt:
Presse und Information
E-Mail: presse(at)rbb-online.de
Original-Content von: rbb - Rundfunk Berlin-Brandenburg,übermittelt durch news aktuell
Themen in diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.04.2025 - 11:12 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2163969
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Medien & Unterhaltung
Dieser Fachartikel wurde bisher 5 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"rbb stellt Maßnahmen für geplante Sanierung vor / Grundlegender Umbau soll finanzielle Konsolidierung, weitere Digitalisierung und die Entwicklung der regionalen Programme sichern."
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
rbb - Rundfunk Berlin-Brandenburg (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).