Deutschland bestellt nach Dubai-Mord israelischen Botschafter ein
(dts) - Nach der rätselhaften Ermordung des Hamas-Funktionärs Mahmud Al Mabhouh in Dubai hat Deutschland den israelischen Botschafter in Berlin heute zum Gespräch gebeten. Auf Veranlassung von Außenminister Guido Westerwelle habe Deutschland Israel aufgefordert, etwaige Informationen über die Umstände des Todes zu übergeben. "Angesichts der bisher bekannt gewordenen Informationen halte ich es für dringend geboten, die Umstände des Todes von Mahmud Al Mabhouh gründlich aufzuklären. Deutschland wird alles tun, was nötig ist, um zur Aufklärung des Falles beizutragen", sagte Westerwelle heute in Berlin. Der Polizeichef von Dubai verdächtigt den israelischen Geheimdienst Mossad, den Hamas-Funktionär in Dubai getötet zu haben. Die Agenten sollen gefälschte europäische Pässe für die Einreise in die Vereinigten Arabischen Emirate benutzt haben, darunter angeblich auch einen deutschen Reisepass. 11 verdächtige Personen wurden unterdessen von Interpol auf die Liste der meistgesuchten Personen gesetzt. Dubais Polizeichef forderte in einem TV-Interview, dass auch der Chef des israelischen Geheimdienstes auf die Fahndungsliste von Interpol gesetzt werden solle, wenn der Mossad hinter der Tat stecke.
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Datum: 18.02.2010 - 16:54 Uhr
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