Deutsche Bank fordert EU-Finanzhilfen für Griechenland
(dts) - Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank hat sich wegen der Euro-Schwäche für EU-Finanzhilfen für Griechenland ausgesprochen. In einem Interview der BILD-Zeitung (Dienstagausgabe) sagte Thomas Mayer: "Die EU muss jetzt alles unternehmen, um Griechenland und den Euro zu stabilisieren. Zu einer Gefahr wird das griechische Problem erst, wenn die möglichen EU-Hilfen auch für andere Länder Schule machen. Dann droht der Euro zu einer Weichwährung zu werden." Der Ökonom fordert aber strenge Vorgaben für EU-Hilfen: "Einen zeitlich begrenzten Überbrückungskredit der EU darf es nur geben, wenn dieser an klare Regeln gekoppelt ist. Die Griechen müssen eisenhart sparen und zwar für alle überprüfbar." Hilfen für Griechenland müssten der Einzelfall bleiben, sonst drohe der Währungsunion "eine ernste Krise", so Thomas Mayer. "Es wäre ein fatales Signal, wenn am Ende immer der Steuerzahler aushilft. Dann müßte sich kein Land mehr beim Sparen anstrengen. Und das brutales Sparen hilft, beweist derzeit Irland." Wenn die Griechen mit Hilfe der EU dem irischen Modell folgten, sei er zuversichtlich für den Euro.
Themen in diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Datum: 09.02.2010 - 03:14 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 160456
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Stadt:
Frankfurt/Athen
Telefon: 01805-998786-022
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Anmerkungen:
Dieser Fachartikel wurde bisher 185 mal aufgerufen.