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Rückgang bei Fruchtsaft und Fruchtnektar geringer als erwartet

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(ots) - Die seit drei Jahren verstärkt unter Druck stehenden Verbräuche bei Fruchtsaft und Fruchtnektaren sind im Jahr 2024 geringer gesunken als erwartet. Insgesamt fiel der Pro-Kopf-Verbrauch von 26 Liter auf 24 Liter. Der Konsum sank zwar von 100%-Fruchtsäften um 2,5 Liter, konnte jedoch teilweise durch den Anstieg von Nektaren um 0,5 Liter pro Kopf teilkompensiert werden.

Besonders gebeutelt wurde der Orangensaft, der um 2,6 Liter zurückging, eine Zunahme war jedoch bei Zitrusnektaren, Traubensaft, Grapefruitsaft und Gemüsesäften zu verzeichnen. Grund für die Absatzrückgänge sind die gestiegenen Rohwarenkosten, die die Branche seit Jahren in Atem halten. So hatte sich z.B. der Preis für eine Tonne Orangensaftkonzentrat in den vergangenen zwei Jahren von 2.000 auf 7.000$ entwickelt. Dies ist auf die Orangenkrankheit"Greening"zurückzuführen, die durch ein Bakterium hervorgerufen wird und zum Absterben ganzer Plantagen führt. Durch pflanzenbauliche und anbautechnische Maßnahmen wird versucht, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Zum anderen führten Spätfröste bei Äpfeln und Rhabarber zu einer niedrigeren Ernte. Auch bei Ananas sind Knappheiten zu verzeichnen. Die zurzeit bestehenden Zölle wie 12,2% auf Orangensaft aus den Mercosur-Staaten verschärfen noch die Verteuerung und werden daher vom VdF abgelehnt.

Situation bei Ananas besorgniserregend

Seit mehreren Monaten ist eine weitere Frucht nur schwer verfügbar: die Ananas. Besonders betroffen sind die Hauptlieferländer Thailand und Costa Rica. In Costa Rica haben die Klimaphänomene La Niña und El Niño zu ausbleibenden Regenfällen geführt, wodurch die Früchte kleiner ausfallen und weniger Ware für den Frischmarkt zur Verfügung steht. Dies bedeutet, dass sich die Situation auf dem Weltmarkt weiter zuspitzt: Direktsaft, der überwiegend aus Costa Rica stammt, ist durch gestiegene Beschaffungskosten deutlich teurer geworden. Gleichzeitig sorgt die anhaltend unzureichende Wasserversorgung in Thailand - dem weltweit bedeutendsten Lieferland für Konzentrate - für ein rückläufiges Angebot. Viele Verarbeitungsbetriebe können daher derzeit nicht im vollen Umfang produzieren. Das hat spürbare Folgen für die Fruchtsaftindustrie in Deutschland und erhöht den Druck auf die Hersteller: Die angespannte Marktlage verschärft sich weiter - mit potenziellen Auswirkungen auf Verfügbarkeit und Preise im Handel.





Kritik an Zöllen

Zölle von 8 bis 16 % treiben die steigenden Preise weiter in die Höhe. Besonders besorgniserregend sind die niedrigen Lagerbestände in den Lieferländern, die zu Engpässen ("Out of stock"-Situationen) führen. Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF) fordert daher die Abschaffung der Zölle - insbesondere für Ananas (8 bis 16% Zoll), aber auch für Orangensaft, der mit 12,2 % besteuert wird und damit ebenfalls für Verbraucher teurer wird. Zölle behindern den globalen Handel und belasten letztlich die Endverbraucher.

Zum Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie

Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. in Bonn wurde 1951 gegründet. Rund 330 Fruchtsaft-, Fruchtnektar-, Gemüsesaft- und Gemüsenektarhersteller Deutschlands sind Mitglied.

Der Verband vertritt die gemeinsamen Interessen der Branche im In- und Ausland.

Pressekontakt:

Klaus Heitlinger, Geschäftsführer
Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V.
Mainzer Straße 253, D-53179 Bonn
Telefon: +49 2 28 9 54 60-0
Mobil +49 171 7 70 12 46
info(at)fruchtsaft.org
www.fruchtsaft.de


Original-Content von: VdF Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie,übermittelt durch news aktuell


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Datum: 03.04.2025 - 12:40 Uhr
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