Fonds mit minimalen Verlusten im Fokus–Das sind die ETFs mit den wenigsten Verlierer-Aktien
(ots) - Nicht alle Investoren streben nach maximalen Gewinnen– viele legen Wert auf Stabilität und langfristigen Vermögensschutz. Low-Volatility-ETFs setzen genau hier an: Sie zielen darauf ab, Renditen mit möglichst geringen Schwankungen zu erzielen. Doch welche dieser Fonds sind tatsächlich in der Lage, Verluste zu begrenzen und kontinuierlich zu wachsen?
"An der Börse zählt nicht nur die Aussicht auf hohe Gewinne – ebenso entscheidend ist es, größere Verluste zu vermeiden. Erfolgreiche ETFs zeichnen sich nicht allein durch ihre Rendite aus, sondern vor allem durch eine durchdachte Risikosteuerung", erklärt Mike Seidl. In diesem Beitrag erklärt er, worauf Anleger besonders achten sollten, wenn sie nach sicheren ETFs suchen.
Eine Faustregel für Anleger
Grundsätzlich gilt: Wer Geld an den Kapitalmärkten investiert, muss sich des Risikos bewusst sein – eine vollkommen sichere Geldanlage existiert nicht. Während klassische Sparformen wie das Sparbuch durch die Einlagensicherung der Banken eine gewisse Stabilität bieten, bleibt die Verzinsung oft hinter der Inflationsrate zurück. Langfristig führt das zu einem schleichenden Kaufkraftverlust, der nicht unterschätzt werden sollte.
Sachwertanlagen wie Aktien oder Immobilien hingegen eröffnen die Möglichkeit, Renditen zu erzielen und Vermögen dauerhaft zu erhalten oder auszubauen. Die Einschätzung der Sicherheit einer Kapitalanlage hängt dabei maßgeblich vom gewählten Anlagehorizont ab. Eine einfache Faustregel lautet: Je länger das Kapital unangetastet bleiben kann, desto sinnvoller ist eine breite Streuung über verschiedene Anlageklassen. Das lässt sich heutzutage effizient über börsengehandelte Indexfonds (ETFs) realisieren.
Risikobehaftete ETF-Investments meiden
Um hohe Verluste zu begrenzen, sollten Anleger vorsichtig mit gehebelten ETFs umgehen. Diese Produkte bieten zwar die Möglichkeit überproportionaler Gewinne bei positiven Marktbewegungen, bergen jedoch gleichzeitig erhebliche Risiken bei fallenden Kursen. Ein ETF mit einem Hebel von zwei beispielsweise verliert doppelt so viel wie ein ungehebelter ETF. Sinkt der Basiswert um 10 Prozent, verzeichnet das gehebelte Produkt einen Verlust von 20 Prozent – eine Entwicklung, die einen wesentlich stärkeren Kursanstieg von 25 Prozent erfordert, um den ursprünglichen Einstandswert wieder zu erreichen, während der ungehebelte ETF bereits nach einem 11-prozentigen Kursanstieg wieder im Gewinn ist.
Auch ETFs auf Schwellenländer können sich als problematisch erweisen. Sie erfordern einen langen Anlagehorizont und das Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung der betreffenden Märkte. Ein Beispiel hierfür ist der indische Markt, repräsentiert durch den ETF mit der Wertpapierkennnummer A2PB5W. Während dieser Fonds seit 2020 eine positive Entwicklung gezeigt hat, verzeichnete er innerhalb der letzten zwölf Monate eine negative Rendite von etwa 4 Prozent. Für risikoscheue Anleger sind solche Investments daher weniger geeignet.
Solide Alternativen für den langfristigen Vermögensaufbau
Das Risiko von Fehlinvestitionen können Anleger hingegen minimieren, indem sie sich auf entwickelte Aktienmärkte konzentrieren. Dazu gehören unter anderem die Märkte in Deutschland, Europa, den USA, Großbritannien und der Schweiz. Für diese etablierten Wirtschaftsräume stehen kostengünstige ETFs zur Verfügung, die im Vergleich zu Schwellenländern wie Indien, Brasilien oder Mexiko ein geringeres Rückschlagrisiko aufweisen. Eine breite Diversifikation über mehrere dieser stabilen Märkte kann das Verlustrisiko zusätzlich reduzieren und langfristig eine verlässliche Rendite ermöglichen.
Zur weiteren Stabilisierung eines Portfolios können länger laufende Anleihen-ETFs eine sinnvolle Ergänzung sein. Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, dass die erzielbaren Renditen oberhalb der aktuellen Inflationsrate liegen. Eine Auswahl geeigneter Produkte lässt sich beispielsweise auf Plattformen wie iShares finden.
Eine weitere Möglichkeit zur Reduzierung von Kursschwankungen bieten sogenannte Low-Volatility-ETFs, die gezielt in schwankungsarme Aktien investieren. Ein Beispiel ist der ETF mit der Wertpapierkennnummer A1J781, der seit 2013 eine Rendite von 250 Prozent erzielt hat. Allerdings zeigt der Vergleich mit dem S&P 500, der sich im gleichen Zeitraum von 150 auf 600 US-Dollar vervierfacht hat, dass gemischte Investments mit Fokus auf geringeren Wertschwankungen oft mit einer deutlich geringeren Wertsteigerung einhergehen.
Der Erfolg hängt von der Strategie ab
Langfristig attraktive Renditen erfordern eine wohlüberlegte Anlagestrategie. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist der richtige Einstiegszeitpunkt: Besonders nach starken Marktrückgängen bieten sich attraktive Kaufgelegenheiten. Bis dahin kann überschüssiges Kapital in Geldmarkt-ETFs geparkt werden – diese ermöglichen hohe Flexibilität, verringern das Risiko unüberlegter Investitionen und bieten zumindest eine moderate Verzinsung zur Erhaltung der Kaufkraft. Eine durchdachte Kombination verschiedener Anlageklassen sowie eine breite Diversifikation helfen, Risiken zu minimieren und gleichzeitig langfristig solide Erträge zu erzielen.
Über Mike Seidl:
Mike Seidl ist Börsenexperte mit über 25 Jahren Erfahrung im Finanzmarkt. Nach seiner Bankausbildung spezialisierte er sich auf den Wertpapierhandel und gründete 2015 die Investorschule, um sowohl Anfängern als auch fortgeschrittenen Anlegern praxisorientiertes Wissen zu vermitteln. Auf seinem YouTube-Kanal teilt er in seiner täglichen Wirtschafts- und Börsensendung wichtige Fakten und spannende Neuigkeiten an der Börse. Zusätzlich ist er als Autor für Fachartikel im Traders-Magazin tätig und tritt regelmäßig als Referent bei Finanzveranstaltungen auf. Weitere Informationenunter: https://investorschule.de/
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