NOZ: Neue Osnabrücker Zeitung - Interview mit der First Lady Daniela Schadt
(ots) - Daniela Schadt will sich mehr um das Leben auf
dem Dorf kümmern
"Respekt für Arbeit der Landfrauen" - First Lady nennt Landflucht
"Herausforderung, die mehr Aufmerksamkeit braucht"
Osnabrück.- Deutschlands First Lady, Daniela Schadt, will sich
verstärkt um das Leben auf dem Dorf kümmern. "Der ländliche
Bereich fällt viel zu oft durch den Rost. Wir schauen häufig nur auf
die Metropolen", sagte Schadt in einem Interview mit der "Neuen
Osnabrücker Zeitung" (Samstag). Es verdiene höchste Anerkennung, was
in den kleinen Städten und Orten geleistet werde, ein Beispiel sei
die Arbeit der Landfrauen. Viele Städter lebten in der falschen
Vorstellung, auf dem Land sei doch alles in Ordnung. "Das
Hochglanzbild vom schönen Landleben stimmt aber so nicht", sagte
Schadt. Aussterbende Dörfer, fehlende Breitbandnetze und junge
Menschen, die sich abgehängt fühlten, seien "Herausforderungen, für
die ich mir mehr Aufmerksamkeit wünsche", betonte die 55-Jährige.
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Deutschlands First Lady warnt vor "No-Go-Areas" für Juden
Schadt: Neue Formen des Antisemitismus verschärfen die Probleme -
Appell an Bürger, "Stellung zu beziehen"
Osnabrück.- Deutschlands First Lady, Daniela Schadt, ist in
großer Sorge, weil viele Juden in Berlin und anderswo es nicht mehr
wagen, öffentlich die Kippa zu tragen. In einem Interview mit der
"Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) sagte Schadt, es dürfe für
Juden keine "No-Go-Areas" geben. "Dagegen müssen wir alle Stellung
beziehen", forderte die Partnerin von Bundespräsident Joachim Gauck.
Sie könne sich bis heute nicht daran gewöhnen, dass Polizisten
jüdische Einrichtungen bewachen müssten. "Es ist furchtbar und sehr
traurig, dass es in Deutschland inzwischen neben einem traditionellen
Antisemitismus auch noch eine neue Form des Antisemitismus gibt,
einen islamistisch motivierten etwa auch bei einem Teil von jüngeren
Muslimen." Dadurch habe sich das Problem noch verschärft, beklagte
sie. Auch sei es "absolut inakzeptabel", dass gewaltbereite
Rechtsextremisten gewählte Mandatsträger bedrohten oder
einschüchterten. "Sie müssen ihr Amt frei ausüben können", sagte die
frühere Journalistin zu dem Fall eines Bürgermeisters aus
Sachsen-Anhalt, der wegen Einrichtung eines Flüchtlingsheims von
Rechtsextremisten angefeindet wurde und zurücktrat.
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Daniela Schadt beklagt "allgegenwärtige Kritik an Parteien und
Politikern"
Partnerin des Bundespräsidenten: Alternativ-Vorschläge bleiben
Nicht-Wähler schuldig
Osnabrück.- Daniela Schadt, Partnerin von Bundespräsident Joachim
Gauck, hat sich "irritiert" über die allgegenwärtige Kritik an
Parteien und Politikern geäußert. "Wie soll unsere Demokratie
stattdessen gestaltet werden? Diese Antwort bleiben die Nicht-Wähler
schuldig", erklärte Schadt in einem Interview mit der "Neuen
Osnabrücker Zeitung" (Samstag). Deutschlands First Lady sieht
Parteien und Politiker " überfrachtet mit ultimativen Ansprüchen".
Zur Demokratie gehöre aber der Kompromiss. "Lösungen, mit denen allen
wohl und niemandem weh getan wird, gibt es nicht", betonte die
Ex-Journalistin. Sie widersprach zugleich der Darstellung, dass die
Beteiligung an Wahlen generell sinke. Bei der letzten Bundestagswahl
und der letzten Europawahl sei das Gegenteil der Fall gewesen.
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Deutschlands First Lady fühlt sich vom Protokoll nicht eingeengt
Schadt: Ich kann durchaus eigene Schwerpunkte setzen" - "Dabei
geht es keineswegs nur um Fragen wie: Ist der Rock zu kurz oder zu
lang?"
Osnabrück.- Daniela Schadt, Deutschlands First Lady, fühlt sich
vom Protokoll im Schloss Bellevue nicht eingeengt. Die Mitarbeiter im
Präsidialamt und im Auswärtigen Amt seien für sie eine große
Stütze, sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). "Dabei
geht es keineswegs nur um Fragen wie: Ist der Rock zu kurz oder zu
lang?", meinte Schadt. Da die Aufgaben einer First Lady nirgendwo
aufgeschrieben seien, könne sie durchaus eigene Schwerpunkte setzen.
"Aber es ist natürlich nicht so, dass Daniela Schadt kommt und die
Funktion an der Seite des Bundespräsidenten mal eben neu definiert",
betonte sie. Von ihren Vorgängerinnen habe sie gern viele sehr
sinnvolle Aufgaben übernommen. Und so würden es sicher auch künftige
Partnerinnen eines Präsidenten oder der Partner einer Präsidentin
halten, denn "irgendwann wird es auch ein weibliches Staatsoberhaupt
geben".
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Datum: 04.04.2015 - 07:00 Uhr
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