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Wie die Vernunft fast den Verstand verlor

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Auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs verfolgten in den USA kluge Köpfe, mächtige Politiker, reiche Stiftungen und hochrangige Militärs das Projekt einer Neudefinition von Rationalität. Diese Art der Rationalität war das Produkt einer bestimmten Zeit und eines bestimmten Ortes und trug die Hoffnung für eine Vereinigung der Humanwissenschaften mit sich.

Das neue Buch "How Reason Almost Lost Its Mind", gerade erschienen bei University of Chicago Press, erzählt die Geschichte dieser Neudefinition und zeigt, wie die Rationalität des Kalten Kriegs die Kennzeichen eines besonderen Moments in der Geschichte der amerikanischen Humanwissenschaften trug. Es verfolgt die Geschichten von Personen wie Herbert Simon, Oskar Morgenstern, Herman Kahn, Anatol Rapoport oder Thomas Schelling und von Orten wie z.B. der RAND Corporation oder dem Center for Advanced Study in the Behavioral Sciences, die eine Schlüsselrolle darin spielten, "Cold War rationality" zu etablieren. Entscheidungsträger machten sich das Bild einer optimierenden, formalen, algorithmischen und mechanischen Rationalität zu Nutze, um Phänomene wie ökonomischen Wandel, biologische Evolution, politische Wahlen, internationale Beziehungen und Militärstrategie besser zu verstehen. Die Autoren gehen der Frage nach, was es bedeutete, im Zeitalter am Rande der nuklearen Katastrophe rational zu sein.

Das Buch haben sechs renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen verfasst: die Wissenschaftshistoriker Lorraine Daston (MPI für Wissenschaftsgeschichte Berlin), Michael D. Gordin (Princeton University), Rebecca Lemov (Harvard University), Paul Erickson (Wesleyan University) sowie die Wirtschaftswissenschaftlerin Judy L. Klein (Mary Baldwin College) und der Wissenschaftsphilosoph Thoms Sturm (Autonomous University of Barcelona).


Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte
Boltzmannstr. 22
14195 Berlin-Dahlem

Telefon: +49 (30) 22667 - 0
Telefax: +49 (30) 22667 - 299



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Auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs verfolgten in den USA kluge Köpfe, mächtige Politiker, reiche Stiftungen und hochrangige Militärs das Projekt einer Neudefinition von Rationalität. Diese Art der Rationalität war das Produkt einer bestimmten Zeit und eines bestimmten Ortes und trug die Hoffnung für eine Vereinigung der Humanwissenschaften mit sich.

Das neue Buch "How Reason Almost Lost Its Mind", gerade erschienen bei University of Chicago Press, erzählt die Geschichte dieser Neudefinition und zeigt, wie die Rationalität des Kalten Kriegs die Kennzeichen eines besonderen Moments in der Geschichte der amerikanischen Humanwissenschaften trug. Es verfolgt die Geschichten von Personen wie Herbert Simon, Oskar Morgenstern, Herman Kahn, Anatol Rapoport oder Thomas Schelling und von Orten wie z.B. der RAND Corporation oder dem Center for Advanced Study in the Behavioral Sciences, die eine Schlüsselrolle darin spielten, "Cold War rationality" zu etablieren. Entscheidungsträger machten sich das Bild einer optimierenden, formalen, algorithmischen und mechanischen Rationalität zu Nutze, um Phänomene wie ökonomischen Wandel, biologische Evolution, politische Wahlen, internationale Beziehungen und Militärstrategie besser zu verstehen. Die Autoren gehen der Frage nach, was es bedeutete, im Zeitalter am Rande der nuklearen Katastrophe rational zu sein.

Das Buch haben sechs renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen verfasst: die Wissenschaftshistoriker Lorraine Daston (MPI für Wissenschaftsgeschichte Berlin), Michael D. Gordin (Princeton University), Rebecca Lemov (Harvard University), Paul Erickson (Wesleyan University) sowie die Wirtschaftswissenschaftlerin Judy L. Klein (Mary Baldwin College) und der Wissenschaftsphilosoph Thoms Sturm (Autonomous University of Barcelona).


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Datum: 14.12.2014 - 05:15 Uhr
Sprache: Deutsch
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